Führungsgrundsätze im Kloster Maria Hilf

Präambel

Gemäß dem Leitbild des Klosters Maria Hilf verpflichten sich alle Führungskräfte auf einen kooperativen Führungsstil.

Beim kooperativen oder partnerschaftlichen Führungsstil stehen Gespräche, Abstimmung und vor allem der gegenseitige Respekt zwischen Führungskräften untereinander und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Vordergrund. Die Vorgesetzten sind sich ihrer Vorbildfunktion und ihrer Verantwortung bewusst. Die Führungskräfte

  • treffen Entscheidungen unter Einbeziehung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • beteiligen diese am Prozess (klar umschriebene Aufgaben, Befugnisse, Verantwortungsbereich)
  • erhöhen dadurch deren Motivation und Selbständigkeit
  • fördern die Leistungsbereitschaft
  • lassen Kreativität und neue Ideen zu
  • geben wichtige Informationen weiter
  • befürworten eine offene Kommunikation und
  • schaffen sich im Endeffekt Entlastung

Um eine möglichst hohe Führungsqualität im Kloster Maria Hilf zu gewährleisten, sind die Führungskräfte gehalten, nachfolgende Führungsgrundsätze zu beachten und anzuwenden.

  • Menschenbild und Wertschätzung

Der Umgang miteinander ist geprägt von gegenseitiger Achtung und Wertschätzung.

Basis der Zusammenarbeit in unserer Dienstgemeinschaft ist das gegenseitige Vertrauen in die Motivation und das Verantwortungsbewusstsein aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

  • Loyalität

Die Führungskräfte sind aufgrund ihrer Stellung in besonderem Maße dem Haus verbunden. Sie vertreten die Interessen des Hauses nach innen und außen und arbeiten konstruktiv an der Entwicklung und Verwirklichung der Zielsetzung des Hauses und der Team-Ziele mit.

Entscheidungen, die von der jeweils zuständigen Leitung getroffen wurden, werden von den Führungskräften loyal mitgetragen und umgesetzt.

  • Vorbild

Die Führungskräfte vermitteln durch gute Planung und Organisation, durch klare Vorgaben, durch Gleichbehandlung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowie durch die eigene positive Einstellung Zuversicht und Freude an der Arbeit.

  • Kommunikation

Die Führungskräfte pflegen den Meinungsaustausch mit dem Ziel der gegenseitigen Information, der Vorbereitung von Entscheidungen und der Weiterentwicklung des Team-Geistes. Die regelmäßige, unaufgefordert sachliche und ausreichende Unterrichtung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist Pflicht.

Führungskräfte tragen eine hohe Mitverantwortung für eine offene Gesprächsatmosphäre. Lob wird als echte Anerkennung, Kritik aufbauend und sachlich ausgesprochen. Lob und Kritik auch am eigenen Verhalten ist möglich.

Die Führungskräfte nehmen das Anliegen einer jeden Mitarbeiterin/eines jeden Mitarbeiters ernst, hören aktiv zu, fragen nach und versuchen, durch Sachargumente zu überzeugen.

  • Konflikte

Konflikte als Auseinandersetzung um unterschiedliche sachliche Positionen sehen wir als Anlass zur inhaltlichen Weiterentwicklung und zur Vorbereitung von Entscheidungen.

Es ist Ausdruck einer hoch entwickelten Konfliktstruktur, wenn diese Auseinandersetzungen unter den direkt Beteiligten in sachlicher und konstruktiver Weise ziel- und lösungsorientiert erfolgen.

In Fällen, in denen die Beteiligten keine gemeinsame Lösung finden oder Konfliktregeln verletzen, ist die nächst zuständige Führungskraft einzuschalten.

  • Lob und Kritik

Gute Arbeitsleistungen, vorbildlicher sowie außergewöhnlicher Einsatz von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden von den Führungskräften anlassbezogen und zeitnah in anerkennender Weise hervorgehoben.

Leistungsmängel, Fehler oder nicht akzeptables Verhalten werden von den Führungskräften zeitnah und grundsätzlich im Vier-Augen-Gespräch vorgetragen. Ziel des Kritikgesprächs ist es, Korrekturen und Verbesserungen einzuleiten. Dabei sind alle Beteiligten für ein sachliches und faires Gesprächsklima verantwortlich.

  • Delegation

Aufgaben, Befugnisse und Verantwortung werden entweder dauerhaft oder zeitlich begrenzt übertragen und ergebnisorientiert überprüft.

Die Führungskräfte lassen innerhalb des delegierten Verantwortungsbereiches die Verantwortlichen selbständig und eigenverantwortlich handeln, geben ausreichend Zeit, die notwendigen Informationen und greifen nur in Ausnahmesituationen lenkend ein.

  • Fürsorgepflichten

Die Führungskräfte fördern die fachliche Qualifikation und die Selbständigkeit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, damit diese ihre Aufgaben in eigener Verantwortung wahrnehmen können.

Es liegt in der Fürsorgepflicht der Führungskräfte, dauerhafte Über- oder Unterforderungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu vermeiden. Auf außergewöhnliche Belastungssituationen werden diese durch umfassende Informationen vorbereitet und durch Bereitstellen notwendiger Hilfen unterstützt.

In der Sorge um das Wohlergehen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lassen die Führungskräfte Raum für persönliche Belange und Probleme. Sie werden im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten einen Ausgleich zwischen dienstlichen Notwendigkeiten und persönlichen Bedürfnissen anstreben.